Der Verein für Vipassana-Meditation wurde 2008 von Österreichern und Östereicherinnen gegründet, die zuvor Erfahrungen mit dieser Meditation in anderen Ländern gemacht hatten. Damit wurde eine angemessene rechtliche (und wirtschaftliche) Struktur geschaffen, um diese Kurse auch im eigenen Land anbieten und nutzen zu können.
Vipassana-Organisationen in dieser Tradition sind zwecks Erfahrungsaustausch weltweit vernetzt, Es gibt derzeit in über 90 Ländern mehr als 270 Zentren und ca. 130 angemietete Orte, wo Kurse nach der Tradition nach S.N. Goenka organisiert werden. In Europa gibt es derzeit 21 Meditationszentren. Die Länderorganisationen sind rechtlich und wirtschaftlich vollkommen unabhängig. Rechtlich gesehen gibt es also keine globale Organisations-Struktur.
Worin besteht dann das Zusammengehörigkeitsgefühl als eine weltweite Organisation?
Dieses besteht in einer internationalen Koordination, indem regionale Koordinatoren und Lehrergruppen dafür sorgen, dass die gemeinsamen Grundprinzipien und Qualitätskriterien in allen Vereinen eingehalten werden. So gibt es z.B. periodische Treffen zur Qualitätssicherung und einheitliche Kursrichtlinien.
Es gibt kein zentrales Machtorgan und keine hierarchische Führungsfigur. Es werden stets konsensorientierte Entscheidungen angestrebt.
Dabei werden 3 Kernprinzipien verfolgt:
1. Reinheit der ursprünglichen Lehre bewahren
2. Keine Vermischung mit anderen Techniken
3. Keine Kommerzialisierung
Nach dem Tod von S.N. Goenka im Jahr 2013 wurde die Tradition bewusst ohne zentrale Nachfolgefigur weitergeführt. Auch S.N.Goenka selbst hat sich selbst nie als Guru, sondern nur als Lehrer gefühlt und bezeichnet. Er hat jeden Personenkult um seine Person abgelehnt. Auch S.N. Goenka hat, wie alle AssistenzlehrerInnen und HelferInnen niemals an Vipassana Geld verdient. Es war ihm besonders wichtig, dass die Kurse gebührenfrei angeboten werden, damit sie allen Menschen, unabhängig von ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit, zugänglich sind und dass sich auf dem Dhamma-Weg keine gewerblichen Strukturen und gewinnorientiertes Denken entwickeln können. Niemand sollte seinen Lebensunterhalt mit Vipassana verdienen und sich dadurch von der Welt draußen abwenden.
Die Vipassana Lehre und ihre Vereine legen großen Wert darauf, gemeinnützig, nicht kommerziell und nicht religiös zu sein.
Der Verein für Vipassana Meditation in Österreich:
- · hat keine hierarchische Struktur
- · bietet keine Mitgliedschaft an
- · fordert kein Bekenntnis
- · stellt keinen exklusiven Wahrheitsanspruch
- · betreibt keine öffentliche Missionierung
- · macht keine Werbung
Der Verein ist so organisiert, dass die 7 Mitglieder die Förderer sind (4 AssistenzlehrerInnen und 3 Vorstands-Mitglieder) und die Geförderten nicht Vereinsmitglieder sind. Somit ist der Nutzen der Vereinstätigkeit für alle Menschen zugänglich.