Oktober 2018

Der erste 1-Tages-Kurs auf dem Gelände von
Dhamma Muditā
Nach langer Vorbereitung fand am Samstag, dem 6. Oktober der erste 1-Tages-Kurs auf dem Gelände statt, wo einmal das österreichische Vipassana-Zentrum Dhamma Muditā stehen wird. Angesichts des unberechenbaren Wetters im Oktober war die Planung etwas gewagt, denn für den Kurs stand nur ein gebrauchtes, etwas zugiges Party-Zelt zur Verfügung, das am Tag vor dem Kurs erst noch aufgebaut werden musste. Und wie das mit der Mittagspause und der Verpflegung bei schlechtem Wetter dort draußen funktionieren sollte, war auch bis zum Schluss noch nicht so richtig klar. Ein Notquartier in der Rechberger Feuerwehr-Halle war zwar für alle Fälle noch reserviert, aber eigentlich wollten wir ja gerade auf dem Zentrumsgelände meditieren. Der Optimismus bei den Verantwortlichen hat sich jedoch gelohnt, es herrschte herrlicher Sonnenschein während des ganzen Tages.
Am Freitag Nachmittag ging es bei strahlendem Sonnenschein los mit dem Zeltaufbau – es waren viele Alte Schüler/innen extra früher angereist, denn alle wussten, dass es sehr viele Hände benötigt, um das große, schwere Zelt zusammen zu bauen und so aufzustellen, dass es nicht beim ersten Lüftchen wieder zusammenbricht. Die Erfahrung des Zeltaufbaus bei der Organisation der ersten Gruppensitzung auf dem Dhamma-Land Ende Juni war dabei sehr wertvoll. Nach ein paar Stunden war es dann geschafft: das Zelt stand glücklich an der Stelle, wo einmal die große Dhamma-Halle stehen soll.
Danach wurden gleich auch noch zwei separate offene Zeltdächer aufgestellt, unter denen die Meditierenden dann am nächsten Tag die Mittagspause halten sollten – geschützt vor der Sonne oder auch eventuell Regen. Die Rechberger Feuerwehr hatte unentgeltlich Tische und Bänke dafür zur Verfügung gestellt, die nur noch abgeholt werden mussten. Auch die wurden dann gleich noch unter dem „Frauenzelt“ und dem „Männerzelt“ verteilt, damit für den nächsten Morgen alles schon fertig vorbereitet war. Als alles stand und es schon dunkel zu werden begann, konnte die ‚Dhamma-Halle‘ dann schon einmal mit einer gemeinsamen Abend-Gruppensitzung eingeweiht werden. Dicht eingemummelt in allerlei Decken angesichts der doch schon recht kalten hereinbrechenden Nacht war es die erste intensive Meditationserfahrung an diesem Wochenende auf dem Dhamma-Gelände. Bevor einige sich danach gleich in ihre mitgebrachten Camping-Zelte auf der großen Dhamma-Wiese zur Nacht begaben, konnten alle noch den überwältigend klaren Sternenhimmel über Dhamma Mudita bewundern.
Als am nächsten Morgen die ersten Kursteilnehmer/innen nach einem 15-minütigem Fußmarsch von Rechberg kommend auf dem Gelände ankamen, wurden sie schon mit einem Chanting aus der weiß-rot leuchtenden Dhamma-Halle begrüßt. Diejenigen, die auf dem Gelände campiert hatten, waren früh genug aufgestanden, um schon vor Beginn des Kurses gute Dhamma-Schwingungen in der Meditationshalle zu verbreiten. Um Punkt 10 Uhr begann dann der 1-Tage-Kurs mit der Anapana-Einführung von Goenkaji. Für die 45minütige Mittagspause hatten Meditierende bereits am Vortag einen riesigen Topf mit kräftiger Gemüsesuppe zubereitet, die nun vor Ort mit einem Kocher rechtzeitig heiß gemacht wurde. Auch Teller, Becher, Besteck, Brot und Beilagen sowie reichlich Wasser zum Trinken waren für alle mitgebracht worden, sodass die Meditierenden sich nur noch am gedeckten Büfett bedienen brauchten. Die Mahlzeit konnte dann unter den beiden sonnengeschützten Zeltdächern mit Blick auf Hügel, Wiesen und Wälder des Mühlviertels eingenommen werden. Mit ein paar etwas später hinzugekommenen Meditierern war das Meditationszelt schließlich bis fast auf den letzten Platz belegt. Der Kurs endete dann nach dem Metta und Goenkajis abschließenden Vortrag kurz nach 16 Uhr.
Gemeinsam ging es danach zum Essen in einem der beiden Rechberger Restaurants, bevor um kurz nach 18 Uhr in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr das angekündigte Vipassana-Treffen begann, in dem jedes Komitee seine Arbeit vorstellte und aktuelle Themen gemeinsam diskutiert wurden. Die vielen Themenbereiche, die auf der Tagesordnung standen, machten den Abend recht lang. Dennoch wurde verabredet, die Chance zu nutzen, am nächsten Morgen (Sonntag) noch einmal zusammen im Meditationszelt auf dem Zentrumsgelände eine Gruppensitzung abzuhalten.
Am Sonntag war das Wetter nicht mehr ganz so schön, aber die morgendliche Gruppensitzung auf dem Gelände war immer noch gut besucht, Danach wurde in einer gemeinsamen Aktion das Zelt wieder in seine Einzelteile zerlegt und zum Abtransport in das Auto eines Alten Schülers gepackt. Zum Abschluss des Wochenendes fand dann am frühen Nachmittag noch die offizielle Jahreshauptversammlung des Vereins für Vipassana-Meditation statt, wieder in den sehr geeigneten Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr, womit dieses besondere Wochenende einen schönen und erfolgreichen Abschluss fand.
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