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| Kurse in der Ukraine 2023 |
Liebe Meditierende,
dies ist ein Bericht über die letzten Kurse in der Ukraine.
Der Herbst 2021 war das letzte Mal, dass Kurse in der Ukraine stattfanden. Während der üblichen Winterpause begann der Krieg im Jahr 2022 und alle geplanten Kurse wurden in diesem Jahr abgesagt, da große Versammlungen nicht möglich waren.
Irgendwann im Jahr 2023 wurden Versammlungen wieder erlaubt, und Meditierende begannen, nach möglichen Kursorten zu suchen. Es wurde beschlossen, einen Ort in der Nähe von Kiew zu suchen, da die meisten noch aktiven Meditierenden dort lebten. Dies erwies sich als viel schwieriger als zuvor, da die meisten möglichen Kursorte jetzt für militärische Zwecke oder für Flüchtlinge aus der Ostukraine genutzt wurden. Was noch übrig war, wurde in der Regel von Urlaubern bewohnt, die aus der Stadt herauswollten. (Ein Meditierender erzählte, dass es ein neues Sprichwort gibt, das besagt, dass man sich um seine „War-Life Balance“ kümmern müsse.)
Infolgedessen hatten sich die Preise für Unterkünfte vervielfacht. Man beschloss schließlich, einer alten Tradition zu folgen und einen geeigneten Ort mit Geldscheinen zu bedecken. Das war zwar kostspielig, aber es hat sich gelohnt! Dieses Camp südlich von Kiew war komfortabel, ruhig und weit weg von Sirenen. Letzteres erwies sich als sehr wichtig, da die Sirenen in Kiew immer noch fast täglich (oder besser gesagt nachts) ertönten. Im September wurden zwei 10-tägige Kurse hintereinander durchgeführt. Der erste Kurs war nur für Alte Schüler und Schülerinnen (50 Teilnehmende plus Helfende) und der zweite hatte ein kleines Kontingent an neuen Schülern und Schülerinnen (30 Neue und 40 Alte plus Helfende). Beide Kurse verliefen sehr reibungslos. Die Meditierenden arbeiteten sehr konzentriert und ernsthaft – sie schienen diese besondere Gelegenheit zu schätzen, an einem Ort meditieren zu können, der weit vom Krieg entfernt schien. Das Wetter spielte mit – es war für die Jahreszeit ungewöhnlich warm und sonnig (was hilfreich war, da der Eingang der Männer zur Dhamma-Halle nicht wirklich eine Tür hatte). Auch die Flüchtlinge, die auf demselben Gelände untergebracht waren, waren ruhig und hilfsbereit, ebenso wie das Personal. Manchmal schien es fast unwirklich, dass ein Kurs in einem Land im Krieg so friedlich sein konnte. Doch der Krieg fand anderswo weiter statt und zwei der älteren männlichen Teilnehmer mussten den Kurs verlassen, da sie einen Brief von der Armee erhielten, dass sie zurück an die Front mussten (beide waren Kriegsveteranen).
Nach den 10-tägigen Kursen wurden zwei 1-tägige Kinderkurse in einer Schule in Kiew organisiert. Insgesamt nahmen 17 Kinder daran teil. Die CCTs (Children Course Teachers) kamen aus Polen und zwei CCT-Praktikanten (einer aus der Ukraine und einer aus Moldawien) waren ebenfalls im Einsatz. Die besondere Herausforderung bei den Kinderkursen bestand darin, dass Kinder in der Ukraine nicht mehr in russischer Sprache unterrichtet werden können. Daher musste das eintägige Kursmaterial innerhalb eines kurzen Zeitrahmens neu übersetzt und aufgezeichnet werden. Glücklicherweise gab es bereits ein Übersetzungskomitee, das mit der Übersetzung des 10-Tage-Sets schon „in vollem Gange“ war und sich nur für eine kurze Zeit umorientieren musste. Wir hatten bereits eine Gruppensitzung übersetzt und aufgezeichnet (für die täglichen virtuellen Gruppensitzungen, die seit Beginn des Krieges stattfinden), so dass der Aufnahmeprozess ebenfalls reibungslos verlief.
Die Herausforderung wird nun darin bestehen, den Enthusiasmus und die Inspiration durch den Winter zu tragen.
Mit Metta aus der Ukraine |
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